Lernen mit Spass


 

Fortsetzungsgeschichte lesen


Kathrina und das Singcasting

Kapitel: 1
Ich glaubs ja nicht. Ich halte gerade den Brief in meiner Hand, auf den ich schon wochenlang gewartet habe. Und jetzt ist es endlich soweit. Ich habe mich nämlich vor ein paar Wochen mit meiner Freundin Uschi an einem Singcasting angemeldet. Und jetzt bin ich eingeladen zur ersten Vorrunde!!! Was für ein Tag. Ich muss sofort Uschi anrufen. Schnell ging ich in mein Zimmer schnappte mir mein Handy und rief Uschi an.
Hallo Uschi. Ich habe supertolle Neuigkeiten. Ich bin zum Casting eingeladen!!!"- Ist nicht wahr. Ich nämlich auch!!!", sagte Uschi mit einem Freudenton. Kathrina kommst du bitte nach unten? Ich muss nämlich schnell weg. Du kannst ja unterdessen den Tisch decken, ok?", sagte meine Mutter. Du Uschi ich muss Schluss machen, wir sehen uns Morgen, ja? Tschüss!!".
Schnell hängte ich ab und ging nach unten.
Genau in dem Moment schrie mein kleiner Bruder aus dem Badezimmer so laut, dass fast die Wände zitterten.
Was ist denn jetzt los? Fragte ich mich und ging ins Badezimmer. Was ich da sah war alles andere als erfreulich.
gesendet von Eliane

Kapitel: 2
Er hatte sämliche T-Shirts von mir in der Badewanne eingeweicht! Und jetzt schrie er wie am Spieß. Aus unerklärlichen Gründen. Ich stöhnte auf. Gerade hatte ich mir überlegt, was ich zum Casting anziehen sollte und jetzt das! Natürlich hatte sich alles total verfärbt. Inzwischen war meine Mutter auf das Geschrei aufmerksam geworden und stürmte ins Badezimmer. Ich erklärte ihr meine Probleme, und sie meinte: "Alles halb so schlimm! Nimm dir eines von meinen alten T-Shirts, die brauche ich nicht mehr!". Mir wurde schlecht bei dem Gedanken in Mams alten Kleidern zum Casting zu gehen. Lauter unmoderne Fetzen! Doch Mam wollte mir nichts Neues kaufen. Das Geld war sowieso immer knapp und entweder ich würde verwaschene, lila-braun eingefärbte oder uralte Klamotten anziehen müssen. Und in 5 Tagen war schon das Casting! Ich hatte jetzt ein ernsthaftes Problem...
gesendet von Magdalena Zachl

Kapitel: 3
Diesen Moment klingelte es an der Tür. Wütend stapfte Kathi hoch in ihr Zimmer und ihr Bruder Ben folgte ihr nach kurzer Zeit."Wer könnte das sein? .. Egal wer, es hebt meine Stimmung garantiert nicht.", murmelte Kathi und warf sich auf ihr Bett. "Kat es ist Tom", mengelte ihr kleiner Bruder. "Na und. Lass ihn rauf, du MONSTER", antwortete Kathi verbittert und warf ihm, während sie das letzte Wort betonte, ein zerknautschtes Kissen nach, worauf Ben die Stufen runtersauste. Wenige Sekunden später kam Tom die Treppe hoch. Er war der Nachbarsjunge und der beste Freund den man sich vorstellen kann. "Hey Toto.", krächzte Katharina und hob sanft den Kopf. "Hey Kitkat", grinste Tom und Kathi warf ihm ein rosa Plüschhäschen entgegen. "Ich hasse diesen Namen", erwiderte sie mit deinem breiten Grinsen. "Also ist Schokolade nicht mehr nötig", lachte Tom, doch Kathi hatte die in silberne Alufolie gepackte Süßigkeit schon entdeckt und brach sich ein Stück ab. "Also.. was ist los?", fragte Tom und Kathi wurde ernst. Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen und wurden nun wieder gut hinter den Stirnfransen sichtbar. Sie biss in die Schokolade. "Tja.. Ben .. oder besser ICH habe jetzt ein großes Problem."
gesendet von Westy

Kapitel: 4
"Was denn für eins?",fragte Tom interessiert."Nun ja",antwortete ich und reichte ihm den Brief. "Und wo liegt das Problem? So´ne Einladung ist doch toll! "Sicher",erwiderte ich "aber ich hab nix, was ich anziehen könnte! "Das glaub´ich dir net, dein Kleiderschrank quillt doch sonst immer über! Tom ging zu meinem Kleiderschrank und öffnete ihn. Eine Weile stutzte er, dann schaute er auf die nur noch halb gefüllten Regalbretter. "Nanu, du hattest doch sonst mehr Klamotten!", wunderte er sich. "Wenn du genau hinschaust, fällt dir auf, dass das aber fast nur Hosen und Röcke sind!", brummelte ich. Jetzt runzeltte Tom mächtig die Stirn: "Aber hast du denn mit deinen Oberteilen gemacht? "Nicht ich, sondern dieses MONSTER von kleinem Bruder! Er hat alles eingeweicht! Mama hat mir angeboten, ein Oberteil von ihr anzuziehen, aber das sind alles so uncoole Teile! Was soll ich denn jetzt machen? "Das ist allerdings ein Problem", überlegte Tom, "aber ich hab´da schon eine Idee!" Was ihm bloß wieder eingefallen war?
gesendet von Lise

Kapitel: 5
Tom schloss noch einmal kurz die Augen, wie er es immer tat, wenn er nachdachte. Ich kannte das schon und brach mir noch ein Stück Schokolade ab.
"In vier Tagen ist doch dieser Basar... Wir könnten alles, was wir nicht mehr brauchen dort verkaufen, vielleicht genügt es ja für ein neues Oberteil..."
Ich überdachte noch einmal kurz die Situation und kam zu dem Schluss, dass dies ein guter Weg war. Ich würde mir natürlich, wenn Tom gegangen war, noch einmal meinen Bruder vorknüpfen... Er würde hoffentlich von seinem Taschengeld ein bisschen zu meinem neuen Oberteil beitragen.
"Super Tom! Den Basar hätte ich völlig vergessen..."
Plötzlich kam ihr noch ein Problem in den Sinn: "Ich glaube kaum, dass ich selbst genügend aufbringen kann, um mir am Ende ein Oberteil kaufen zu können..."
"Ich werde natürlich noch etwas geben, ich wollte sowieso mein Zimmer mal ausmisten..."
Ich freute mich und lächelte ihn an, worauf er sich verlegen wegdrehte.
gesendet von Milgo

Kapitel: 6
Das war ja seltsam - in letzter Zeit hatte ich öfter bemerkt, dass Tom mich manchmal verstohlen betrachtet und sowieso nicht mehr ganz der Alte ist. Irgendwie schien er etwas auf dem Herzen zu haben, und ich nahm mir vor, ihn mal darauf anzusprechen - aber nicht jetzt. Jetzt hatte ich ganz andere Sorgen.
Tom ging, um sich um seinen Hund zu kümmern, und ich machte mich missmutig auf die Suche nach unbrauchbar gewordenem Krempel in meinem Zimmer - irgendeinen meiner Schätze würde ich wohl zu Geld machen können! Ich begann mit dem leerer gewordenen Schrank, fand eine zerknitterte Baumwollbluse mit Blümchen darauf, die ich seit einem halben Jahr nicht mehr getragen hatte, einen unmöglichen schwarzen Cordrock und - hurra - meine lila Lieblingshose - wie hatte ich nur so lange ohne sie leben können? Hey, die würde ich beim Casting tragen! Mittlerweile fand ich Gefallen am Unternehmen Schatzsuche und räumte munter Regale, Schubladen und meinen Schreibtisch aus - es war unglaublich, wieviel Zeug ich besass. Ben stand an der Tür und betrachtete erstaunt das Durcheinander in meinem Zimmer. "Wenn ich gewusst hätte, dass du so durchknallst, hätte ich deine T-Shirts niemals angefasst!" Ich musste lachen.
gesendet von Lila

Kapitel: 7
Die nächsten zwei Tage verbrachte ich damit, meinen Geldvorrat aufzustocken. Ich mähte den Rasen für meine Mutter, die zwar enttäuscht war, dass ich lieber ein eigenes Oberteil wollte, mir aber für meine Bemühungen wohlwollend etwas Geld gab. Ich führte auch den Hund für Toms Eltern aus. Bei jedem Trip kam Tom mit mir und es war jedes Mal sehr schön... . Immer, wenn wir am Eisladen vorbei kamen, kaufte er mir ein Eis und schien mich generell nur verwöhnen zu wollen... . Wir kannten uns doch schon so lange, doch erst jetzt begann ich, ihn richtig kennen zu lernen.
Nach und nach bekam ich so immer mehr Geld zusammen, mit dem ich Tom eigentlich entlasten wollte, so dass er weniger zu meinem Basarsortiment hinzusteuern musste, doch er lehnte freundlich ab und bestand darauf, mir mit seinen Sachen zu helfen. Er war in der Tat ein feiner Kerl... .
Und dann kam auch der Tag des Basars, einen Tag vor dem Singcasting. Meine Mutter lud alle Sachen von mir und Tom in ihr Auto und fuhr uns zusammen mit Ben zum Basar.
gesendet von Milgo

Kapitel: 8
Der Platz, auf dem der Basar statt fand, quillte über vor Menschen und Gegenständen. Wild gestikulierend und diskutierend verschafften Tom und ich uns ein Plätzchen, wo wir all unsere guten Stücke ausbreiten konnten. Wie besprochen schmückten wir unseren Stand mit bunten Bändern und Schmetterlingen aus farbigem Papier, denn zwischen all diesen allten, farblosen Dingen wollten wir Aufmerksamkeit erwecken. Das kriegten wir gut hin, denn schon bald standen die ersten Leute vor unserer Auslage und das Handeln und Feilschen begann! Mit der Zeit wurden wir mit unserer Rolle als Marktschreier immer vertrauter und den Leuten gefiel es, mit wie viel Enthusiasmus wir unsere Ware anpriesen. Jeden Kunden verwickelten wir in ein Gespräch und erfuhren auf diese Weise so manche spannende oder auch bewegende Lebensgeschichte. Wir redeten, lachten und alberten herum. Es machte riesigen Spass mit Tom dazustehen und zu sehen, wie erfolgreich unsere "Operation Basar" lief. Und als wir da so standen, überlegte ich mir auf einmal, was mir wirklich wichtig war im Leben. Wollte ich wirklich Sängerin werden? Weg von zu Hause? Weg von Tom, der mein Leben schon mit so mancher verrückten Idee zum blühen gebracht hatte?
gesendet von Scaramouche

Kapitel: 9
Als ich vom Basar nach Hause kam, legte ich mich erst einmal auf mein Bett und überlegte: "Von zu Hause weg? Kaum mehr Zeit haben? Außerdem habe ich doch sowieso kaum eine Chance, zu gewinnen, oder?"
Ich rief meine Freundin an und fragte sie, ob sie mir einen Rat geben könne. Uschi meinte, wir sollten es probieren. Aufgrund der Tatsache, dass wir sowieso keine Chance hätten unter Tausenden von Bewerbern, wäre es doch egal. Im Gegenteil: Es würde richtig spaßig sein, einmal vor einer fachkundigen Jury singen zu dürfen! Wir beschlossen, da es noch nicht allzu spät war, dass Tom und Uschi noch zu mir kommen würden.
Wenige Minuten später trafen sie auch ein. Wir setzten uns um die Karaokemaschine und Uschi fing an zu singen. Sie sang einen Song von meiner Lieblingssängerin und ich muss sagen, sie war nicht schlecht! Dann versuchte ich es auch einmal. Gut, perfekt war es nicht, aber das musste es ja auch nicht sein! Hauptsache fun! Auch Tom sang - ein Liebeslied... und wir mussten uns echt bemühen, nicht zu lachen! Aber es kam wirklich von Herzen...
gesendet von Anne


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