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Fortsetzungsgeschichte lesen


Der Reiter

Kapitel: 1
Ein Reiter preschte durch die dunkle Nacht.
Die Hufe der Pferde klangen dumpf auf dem nassen Boden. Ein kleiner Junge, höchstens sechs, presste sich dicht an den dunklen, vom Regen schweren Mantel des Reiters. Sein Gesicht konnte man unter der Kapuze kaum erkennen, aber er trug, genau wie der Reiter, ein Schwert.
Das Pferd strauchelte, als der Reiter es über einen Baumstumpf springen hiess, doch schnell hatte der Reiter sein Pferd wieder in der Gewalt.
Irgendetwas war durch den Ruck aufgewacht, denn aus der Reitertasche, die am Sattel befestigt war, drang jetzt ein leises Wimmern. Der Junge steckte vorsichtig seine Hand in den Beutel und das Wimmern verstummte.
In diesem Moment stürmte von rechts ein anderer Reiter, das Schwert erhoben, heran und die beiden schweren Pferdeleiber schlugen, Gott sei Dank nicht an der Seite, an der der Beutel hing, hart zusammen. Bevor der Reiter reagieren konnte, hatte das Schwert des anderen eine tiefe Wunde in seine rechte Schulter gerissen.
„Puonta-ka! Mist!“ an der Stimme des Reiters konnte man erkennen, dass es sich um eine Frau handelte, die jetzt blitzschnell reagierte und mit erstaunlicher Zielstrebigkeit und Wendigkeit, mit einer einzigen Bewegung, ein wunderschön verziertes Schwert aus der Satteltasche zog.
gesendet von Moa

Kapitel: 2
Die Reiterin sprang vom Pferd genauso wie der andere Reiter. Eine Weile hörte man nur das Klirren der Schwerter. Die Reiterin gewann den Kampf, indem sie mit einem starken Hieb das Schwert des anderen weg schlug. "Verschwinde!", rief sie. Der Reiter verschwand mit einem Wimmern das kaum zu überhören war. Die Reiterin tröstete das Kind, das inzwischen zu weinen angefangen hatte. Dann stieg sie wieder auf das braune Pferd mit weisser Mähne und setzte ihre Reise fort. Nach einigen Stunden Ritt in Stille erreichten die Reiterin und das Kind eine Burg. Sie ritten bis zum Tor, wo ein Ritter mit schwarzer Rüstung auf sie wartete. "Der König erwartet euch," sagte er zur Reiterin und den Wachen rief er zu: "Öffnet das Tor!". Das Tor ging auf und sie ritten in den Hof. Sofort war ein Knappe zur Stelle, der ihr das Pferd abnahm und absattelte. Er wollte auch die Beuteltasche wegnehmen, doch das Kind gab sie nicht her. Die Reiterin schickte den Knappen weg und lief auf ein großes braunes und sehr altes Tor zu. Hinter der Tür gab es ungefähr 50 Gänge, die Reiterin jedoch wählte den Gang in der Mitte, der zu einer Tür führte. Unter dieser Tür lag ein welcher, roter Teppich. Sie öffnete die Tür und sah einen ungefähr 40 jährigen Mann mit Kinn- und Schnurbart. Dieser Mann trug einen langen, roten Mantel und rief: "Willkommen Sofia!"
gesendet von Arthur

Kapitel: 3
Sofia sah ihn lächelnd an. Dann nahm sie den Beutel und nahm das Kind heraus. Es weinte und schrie, doch der Mann mit dem Schnurrbart ignorierte das. Er streckte die Hand nach dem Kind aus und wollte es nehmen, doch Sofia ließ das nicht zu. Leise wiegte sie das Mädchen in den Schlaf. Nachdem es endlich eingeschlafen war, wandte sie sich dem Mann mit dem Schnurrbart zu: "Wollt ihr mir nun endlich erklären, was es mit dem Kind auf sich hat, Herr König?". Der Angesprochene nickte und kehrte ihr den Rücken zu. Er ging langsam die Treppe hinauf zum Turm. Natürlich folgten ihm der Junge und Sofia mit dem Mädchen auf dem Arm. Oben angekommen schloss der König mit einem altem rostigem Schlüssel eine kleine Tür auf und bedeutete Sofia und dem Jungen einzutreten. Diese gingen langsam hinein und sahen sich um. Sie befanden sich in einem kleinen Raum mit etwas Stroh am Boden. Sofiea wandte sich zögernd dem König zu und sah ihn fragend an. Der König hatte die Hand unaufällig hinter seinem Umhang verborgen und sah sie an. Er lächelte: "So, gebt mir das Baby!". Sofia zögerte, doch scließlich übergab sie das Mädchen. In diesem Moment weiteten sich Sofias Augen, blitzschnell umschloss ihre Hand den Schwertgriff. Doch sie war nicht schnell genug! Der König...
gesendet von bettina.S.

Kapitel: 4
... sprang mit einem Stock in der Hand auf sie zu, schlug sie und sie fiel lautlos zu Boden. Das Baby, das inzwischen aufgewacht war, und der Junge fingen an zu schreien und zu weinen. Der König schlug dem Jungen mit dem Stock auf den Kopf, nun schrie nur noch das kleine Mädchen. Schnell und behände fesselte und knebelte der König Sofia und den Jungen, die ohnmächtig am Boden lagen. Das Baby auf dem Arm ging er aus dem Zimmer und sperrte es vorsichtig zu. Mit einem höhnischen Grinsen stieg er die Treppe hinunter. Unten angekommen rief er nach einer Zofe und überreichte ihr das immer noch weinende Mädchen. Die Zofe nahm die Kleine vorsichtig auf den Arm und machte sich auf den Weg zur Tür. Da rief ihr der König nach: "Niemand darf von dem Kind wissen, hören sie!" Die Zofe nickte und verließ den Raum.
gesendet von vero

Kapitel: 5
Die Zofe ging weg, an einen Ort, wo niemand das Gesicht des Babys sehen konnte, an einen Ort, wo niemand sie finden konnte ausser dem König. Früher, in alten Zeiten, als sie noch Kinder gewesen waren, hatten sie eine Höhle gefunden. Dort hatten sie Gold oder Geld versteckt gehalten. In diese Höhle ging sie jetzt mit dem kleinen Mädchen. Sie musste ja das machen, was der König befohlen hatte und das Baby umbedingt verstecken. Wenn sie es nicht gemacht hätte, dann wäre sie bestraft und im Kerker eingeschlossen worden, wo sie vielleicht gestorben wäre. Sie überlegte auch, wenn sie jetzt davon rennen würde, würde der König sie irgendwann einmal finden und dann würde es ihr sehr schlecht ergehen.
gesendet von Maywand Haydary

Kapitel: 6
Unterdessen kam Sofia, die noch immer gefesselt und geknebelt mit dem Jungen auf dem Boden verschlossenen Turmzimmers war, wieder zu sich. Sie schaute sich um und sah, dass Karl, der sechsjährige Junge auch erwacht war. Sofia versuchte, die mit einem Strick gebundenen Hände an einer scharfen Ecke zu lösen. Karl tat das gleiche wie sie. Bei ihm hatte der König die Schnur wohl nicht so fest zugeknüpft, denn er hatte die Fessel bald weg. Dann half er Sofia. Kurze Zeit später überlegten sie, wie sie nun fliehen könnten. "Durch das Fenster", meinte Karl. "Unmöglich, wir sind auf einem hohen Turm", entgegnete ihm Sofia. Sie durchsuchten den ganzen Raum, um vielleicht ein Seil, eine Leiter oder sonst irgendetwas zu finden - vergeblich.
Am Abend, als Karl sich in das warme Stroh legen wollte, um zu schlafen, bemerkte er den hohlen Ton, den das hinlegen des Kopfes verursachte. Es musste sich ein hohler Raum unter seinem Kopf befinden. Vielleicht eine Falltür?
gesendet von Stanser

Kapitel: 7
Karl wischte das Stroh weg und fand eine verschlossene Tür. Er rief Sofia: "Sofia, komm schnell her! Hier ist eine Tür!"
Müde stand Sofia auf und beide versuchten die Falltür zu öffnen, doch es wollte nicht gelingen. Da nahm Sofia eine ihrer Haarnadeln und steckte sie in das Schloss der Türe. Sie drehte sie langsam herum und es knackte einige Male. Dann versuchten es die beiden noch einmal, sie zogen und - tatsächlich - die Falltüre sprang auf! Ein unbeleuchtetes Treppenhaus war zu erkennen. Sofia flüsterte: "Es ist so dunkel hier unten, ich habe Angst!" Da nahm Karl Sofias Hand und sie fingen an gemeinsam hinunter zu steigen. Ihr Puls raste und es lief ihnen kalt über den Rücken.
Was würde sie dort unten wohl erwarten?
gesendet von hernandez scherzkeks

Kapitel: 8
Ohne auch nur das Geringste sehen zu können, tasteten sich die beiden nach unten - immer eng zusammen bleibend.
Als sie unten angekommen waren, spürten sie nur kalten, nassen Stein unter ihren Füßen. Langsam setzten sie einen Schritt vor den anderen, bis sie an eine Wand stießen, an der sich Sofia und Karl nun orientieren konnten. Sie tasteten sich vor und plötzlich merkte Sofia, die vor Karl ging, dass sie an eine Tür gestoßen sein mussten. "Ich habe einen Ausgang entdeckt", sagte Sofia und das Echo ihrer Stimme jagte den beiden erneut einen Schrecken ein. Sofia holte bereits ihre Haarnadel hervor, um auch diese Tür damit zu öffnen, als sie aus der Ferne dumpfe Schritte hörten, die sich zu ihnen hinbewegten...
gesendet von lisa

Kapitel: 9
Der König hatte 2 Wächter beauftragt, Sofia und Karl in eine Kammer in einen anderen, bewachten Turm zu führen und ihnen dort etwas zu Essen zu geben. Als sie nun ihr Verschwinden bemerkt hatten, ging es auch nicht lange, bis die Wächter selber die Falltür entdeckten, wo hindurch die 2 entronnen waren. Die Verfolger kamen immer näher und Sofia gelang es nicht, die Tür zu öffnen. Es gab kein Entfliehen, sie waren in einer Sackgasse. Doch, zum Glück hatte der König in der Eile vergessen, das Schwert von Sofia wegzunehmen. Durch eine Lucke schien nun das frühe Tageslicht herein. Somit würden die Gegner sichtbar sein. Mutig wartete Sofia in Kampfposition...
gesendet von Fabian

Kapitel: 10
Sophia erkannte den ersten Wächter und schlug ihn gekonnt zu Boden. Sie nahm ihren Ledergürtel und versuchte ihn Mundtot zu machen, bevor der zweite Wächter ahnen konnte was mit seinem Kollegen passiert ist. Da es ziemlich knapp war, übergab sie Karl die Aufgabe und überlegte sich, wie sie den zweiten ausschalten konnte.
Sie erkannte an der Statue das dies wohl nicht einfach werden konnte und musste sich hier auf ihre taktischen Fähigkeiten beschränken. "Karl, stell dich hier hin.Du musst jetzt ganz tapfer sein. Habe keine Angst, ich bin zur richtigen Zeit bei Dir", flüsterte Sophia, da das Echo doch sehr stark durch den Raum hallte. Nichts ahnend tat Karl, was Sophia befahl. Der zweite Wächter erkannte den Schatten von Karl und schritt mit schnellen Schritten auf ihn zu, um ihn fest zu nehmen. In diesem Moment sprang Sophia aus dem Schatten hinter dem Wächter hervor und schlug ihm so fest auf den Hinterkopf, dass er lautlos zusammensackte. Die taffe Lady öffnete nun mit ihrer Haarspange die Tür und konnte nicht fassen was sie sah. Das kleine Mädchen lag dort im Stroh. Karl ergriff das Mädchen und unsere Helden verliesen das Schloss durch eine angebrachte Außentreppe."Karl, das Mädchen soll nie erfahren was heute passierte, wir bringen es zu liebenden Eltern".
gesendet von Chemiehexe


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