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Geschichte: Leben und Liebe in Mittelerde 3


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 Leben und Liebe in Mittelerde 3
Buch:
  Leben und Liebe in Mittelerde
Autor:
 Tariel (Profil)
Datum:
 20.12.2015 16:57

Kapitel 5

Ich war nun schon eine ganze Weile geradeaus gelaufen, doch das Ende des Waldes hatte ich noch immer nicht erreicht. Auch der Palast war weit und breit nirgends zu sehen. Plötzlich hörte ich hinter mir eilige Schritte. Schnell flüchtete ich hinter einen dicken Baumstamm und hoffte, dass mich niemand gesehen hatte.
„Wo ist sie bloß hin?“, fragte eine Stimme.
„Du hast sie aus den Augen verloren!“, rief eine zweite Stimme und dann vernahm ich eine weitere: „Ich glaube, sie ist ganz in der Nähe.“ Meine Hände zitterten stark und ich drückte sie fest an mich, um das Zittern zu unterdrücken, doch es half nichts. Schritte entfernten sich, Schritte kamen näher. Immer wieder und wieder. Sie suchten nach mir! Was hatte ich ihnen denn angetan? Gar nichts. Zumindest wollte mir nichts Einfallen.
Plötzlich spürte ich eine eiskalte Hand auf meiner Schulter, zuckte erschrocken zusammen und konnte gerade noch einen Aufschrei unterdrücken. Ich vermied es, mich umzudrehen, denn ich wusste bereits, wer da hinter mir stand. Der Griff verstärkte sich immer mehr.
„Ich habe sie gefunden“, krächzte eine Stimme hinter mir und drehte mir ruckartig den Arm auf den Rücken. Ich keuchte erschrocken auf. Verdammt, sie hatten mich doch tatsächlich gefunden! Ich versuchte mich loszureißen, doch es gelang mir nicht. Umso mehr ich herumzappelte und um Hilfe schrie, umso mehr verstärkte sich der Griff um meinen Arm. Der Ork, der mich festhielt, winkte die anderen beiden herbei.
„Ich hab es euch doch gesagt, dass sie hier ist!“, rief einer triumphierend und grinste mich an und zeigte dabei seine gelben Zähne. Ohne nachzudenken, streckte ich ihm die Zunge heraus. Der Ork sah mich erst erstaunt, dann zornig an und gab mir eine Ohrfeige. Ich keuchte auf.
„Das hätte ich an deiner Stelle lieber nicht getan!“, schnauzte er mich an und wollte gerade ein zweites Mal zuschlagen, als ihn der andere Ork aufhielt.
„Lass das! Wir sollen sie unbeschadet abliefern.“ Unbeschadet? Abliefern? Wo wollten sie mich denn abliefern? Verwirrt blickte ich sie der Reihe nach an. Da begannen sie zu Lachen.
„Seht sie euch doch einmal an!“, lachten sie, fesselten mir die Hände und zogen mich mit sich durch den Wald.

Kapitel 6

Ich wurde von den dreien bis an den Rand des Waldes geschleift und anschließend über saftig grüne Hügel, durch bewaldete Täler und quer über weite Ebenen. Der zweite Tag, an dem ich Elras versprochen hatte, wieder zu Hause zu sein, war längst verstrichen. Elras war meine einzige und letzte Hoffnung. Ich konnte nur noch hoffen, dass er einen Suchtrupp losschicken würde oder schon losgeschickt hatte, denn alleine konnte ich nicht entkommen. Doch wie es aussah, musste ich alleine zurechtkommen und würde sobald keine Hilfe mehr bekommen.
Der fünfte Tag neigte sich langsam dem Ende, als die drei Orks immer schneller liefen und ich Mühe hatte mit ihnen mitzuhalten. Obwohl ich elbischen Blutes war, war ich es nicht gewohnt tage- und nächtelang auf den Beinen zu sein. Vielleicht lag es auch daran, dass ich von meinem Vater regelrecht im Palast eingesperrt wurde und er mir nie erlaubte, in den Wald zu gehen, nicht einmal in Begleitung von Legolas.
Der Himmel verdunkelte sich zunehmend und der Mond und die Sterne lösten die Sonne ab, um die Nacht zu erhellen.
„Wir sind beinahe da, seht ihr den Hügel?“, fragte ein Ork die anderen. Einerseits war ich ziemlich froh und freute mich auf das Ende der langandauernden Reise. Andererseits hatte ich auch Angst vor dem, was mich dort alles erwarten könnte. Wir legten nur mehr eine letzte Pause ein und hielten dann direkt auf den Hügel zu. Wir hatten nur mehr eine Stunde Fußmarsch vor uns. Die Orks schleiften mich hinter sich her und lachten über mich, wenn ich stürzte. (Und das tat ich in dieser einen Stunde oft genug.) Schließlich standen wir vor dem Hügel, den wir in der Ferne gesehen
hatten.
„Wir sind angekommen. Öffnet uns die Tore!“, rief der Ork, der mich festhielt, laut. Im nächsten Moment war ein knirschendes unangenehmes Geräusch zu hören und ich blickte mich nach der Ursache des Geräuschs um. Als ich sah, was es war, staunte ich nicht schlecht.

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 3
Autor:
 Kora (Profil)
Datum:
 23.12.2015 10:32
Bewertung:
 

lachend Vielen Dank, das du meine Geschichte ,,Albtraum'' bewertet hast.

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 3
Autor:
 Pia 2604 (Profil)
Datum:
 06.01.2016 12:10
Bewertung:
 

klasse

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 3
Autor:
 Nasobem (Profil)
Datum:
 19.04.2016 15:40
Bewertung:
 

Bravo



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