Lernen mit Spass


 

Geschichte: Die Blume, die nicht blühen wollte - Kapitel 1


Geschichten-Übersicht  |  Suche  |   Login
 Die Blume, die nicht blühen wollte - Kapitel 1
Buch:
  Die Blume, die nicht blühen wollte
Autor:
 Siddharta (Profil)
Datum:
 31.12.2015 21:44

Eine Reise beginnt

"Gedanken erschaffen Realität..."
Was bislang nur ein lebloses Konzept war, also ein gedankliches Konstrukt, das ich meinem Verstand inhaltlich neu hinzugefügt hatte, bot sich mir in einer Reihe von Ereignissen und Begebenheiten als Tatsache dar.
Unbewusst überzeugt davon, dass jedes Ereignis, jede Begegnung bloß ein Zufallsprodukt innerhalb des manifesten Gefüges des Universums ist, war mir nicht klar, dass ich meine Realität wahrhaftig mit meinem Geist konstruiere. Ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht.
Nun weiß ich jedoch aus eigener Erfahrung, dass ich die Macht über das scheinbar Manifeste habe.Demzufolge lenke ich mein Leben nicht nur mit Taten und Handlungen in eine bestimmte Richtung - welchem dem Ich-Bewusstsein gleichermaßen nichts weiter als eine vage, nebulöse Vorstellung der Zukunft bleibt - sondern hauptsächlich mit Gedanken, so unglaublich es auch scheinen mag. Und nicht bloß das. Wie ich erkannt habe, ist es das Unterbewusstsein, welches viel stärker in das Leben eingreift, es formt, es gestaltet. Alles, was dort an Unbewusstem gespeichert ist, seien es Meinungen, Ansichten, Ängste, Sorgen - unzählige Konditionierungen - spiegelt sich im Außen wider. In jeder Erfahrung, in jeder einzelnen Begegnung, in jedem Aspekt deines Lebens. Wenn du also im Allgemeinen eine sehr schlechte Meinung von Menschen hast, werden dir auch nur solche Menschen begegnen. Dir selbst wird es nicht bewusst sein, da du schlichtweg davon überzeugt bist, dass die Welt ein kalter Ort voll grausamer, herzloser, gieriger Menschen ist, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Und das Universum wird dir diesen "Wunsch" erfüllen. Auch ich trug diese unbewusste Überzeugung mit mir herum. Jahrelang. Jeden Tag. In jedem Moment. Doch das wusste ich nicht. In meiner Realität, die, wie ich später erst begriffen habe, relativ ist, waren Menschen faktisch oberflächliche, zerstörerische Geschöpfe, die jede Gelegenheit nutzen, um über Andere zu urteilen, um sich am Leid anderer zu erfreuen, um die Natur aus Gründen der Gewinnmaximierung auszubeuten, um Kriege zu führen und so viel mehr Leid zu verursachen. Ich fing an die Gesellschaft, die korrupte Regierung und die propagandistischen Medien zu verabscheuen und vergiftete mich dabei selber, ohne, dass ich mir dessen gewahr wurde. Mein glückliches, lichtvolles Wesen wurde überschattet vom dichten Geäst der Verzweiflung. Ich vergaß zu lachen, wusste nicht mehr wie man tanzte. Ich hatte verlernt zu lächeln. Jeden Morgen quälte ich mich aus dem Bett, mit ergrautem Gesicht, mit einem kraftlosen Körper. Lethargisch schlurfte ich an meinem Arbeitsplatz umher, wie ein Schatten, der vor der Sonne zu fliehen versuchte. Mein Umfeld war Schuld. All diese Menschen, die die Umwelt verschmutzten, die sich gegenseitig betrogen, die kein Interesse mehr an dem Erhalt der Erde hatten, all diese Menschen, die in ihrer Oberflächlichkeit das Wesentliche des Lebens vergaßen und sich im Konsum verloren. Ich verachtete sie alle. Ich wollte weg von hier!
Doch eines frühen Morgens ging mir ein Licht auf! Ich stand nackt auf meinem Balkon, warum, weiß ich nicht mehr. Die Sonne stand schon am Himmel und ergoss sich wärmend über meinen Körper. Und während ich das Licht des neuen Tages aufatmend in mich strömen ließ, verstand ich plötzlich, ohne, dass ich es in diesem Moment mit Gedanken hätte erfassen können, wer der wahre Zerstörer war.
Ich.
Mit dem nüchternen Verständnis, dass ich nicht von anderen Menschen, sondern nur von mir selbst und meiner Leere weg wollte, erblühte ein stiller Frieden in meinem tiefen Innern. Es war so ungemein subtil wie der Duft der Wiese und doch so kraftvoll und unendlich schön wie eine Lotusblüte, die sich nach einem langen Winterschlaf majestätisch aus dem letzten Schnee emporhebt und in ihrer ganzen Pracht blüht.
Ich konnte nur noch schluchzen. Die Tränen liefen in Strömen über meine Wangen und tropften auf das Balkongeländer.
Mein Kopf wollte schon die Frage formen:"Warum musste ich - "Doch meine Gedanken stolperten und verharrten demütig auf dem Dreck all der Verurteilungen, die ich in all der letzten Zeit ausgesprochen hatte und so blickte ich stattdessen in den erwachenden Horizont. Und zum ersten Mal verstand ich den Satz, den Jesus einst gesagt haben soll:
"Wer hat, dem wird gegeben"
Es ist das große Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenn ich Hass in meinem Herzen trage und dieses in die Welt hinaustrage, werde ich ebendieses erhalten. Ich bin der Schöpfer meiner Realität. Und die Veränderung der Welt fängt bei mir an.
Hier beginnt nun meine großartige Reise zu mir Selbst...
Namastè <3

Fortsetzung folgt...

P.s: Zachary bin übrigens ich :)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.12.15 21:46.

 Re: Die Blume, die nicht blühen wollte - Kapitel 1
Autor:
 overlord (Profil)
Datum:
 02.01.2016 18:22
Bewertung:
 

Schon recht gut. Du musst mal schauen, wie du das ganze fortsetzt.

 Re: Die Blume, die nicht blühen wollte - Kapitel 1
Autor:
 Captain Jack Sparrow &#9829; (Profil)
Datum:
 14.01.2016 15:27
Bewertung:
 

Schöne Geschichte schreib weiter &#9829;




Geschichten-Übersicht  |  Suche  |   Login
 

Bitte einloggen um einen Eintrag zu schreiben oder eine Bewertung abzugeben.