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Geschichte: Leben und Liebe in Mittelerde 5


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 Leben und Liebe in Mittelerde 5
Buch:
  Leben und Liebe in Mittelerde
Autor:
 Tariel (Profil)
Datum:
 10.01.2016 18:42

Kapitel 9

Ich wollte zurückweichen, doch da standen die Orks, die mich festhielten, fester als zuvor. Der schwarzgekleidete Mann blieb nur wenige Zentimeter vor mir stehen und blickte zornig auf mich herab. Doch im nächsten Moment wechselte sein Gesichtsausdruck von wütend auf belustigt. Er blickte mich an und grinste. Verblüfft starrte ich ihn an. Ich ahnte, dass dieses Grinsen nichts Gutes bedeuten konnte.
„Seht sie euch doch an!“, rief er so laut, dass es von allen Seiten her widerhallte und erst jetzt bemerkte ich, dass sich in den Schatten und dunklen Ecken des Saals noch dutzende andere Orks aufhielten. Mehr als ich jemals auch nur geahnt hätte. Ich schauderte. Sie lachten und gaben merkwürdige Geräusche von sich, Geräusche, die ich noch nie zuvor vernommen hatte. Jetzt bekam ich langsam wirklich Angst. Er wandte sich den Orks zu, die ihm grölend zujubelten. Dann wandte er sich ein letztes Mal an mich.
„Wir sehen uns dann morgen wieder und ich hoffe, du hast bis dorthin deine Meinung geändert, denn sonst könnte es noch so einige Probleme zwischen uns beiden geben“, keifte er mich an.
Schon im nächsten Augenblick schleiften mich die Orks wieder aus dem unheimlich riesenhaften Saal. Sie schleppten mich bis zu dem kleinen Raum, in dem ich erwacht war, schubsten mich hinein und verschlossen noch im selben Augenblick die Türe hinter mir.
Nun war ich wieder allein. Wieder in dieser beklemmenden Dunkelheit gefangen, aus der es kein Entrinnen gab. Das Einzige, was ich tun konnte, war mich zu setzten und zu warten, was als nächstes passieren würde. Ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, dass mich Elras retten könnte. Wie sollte er denn auch wissen, wo genau ich war? Vielleicht könnte er die Spur bis hierher verfolgen, aber was dann? Wie sollte er wissen, dass ich unter der Erde saß und auf ihn wartete. Vater würde vor Wut überkochen. Aber jetzt konnte ich auch nichts mehr dagegen machen. Also ließ ich mich auf den Boden sinken und lehnte mich gegen die kalte Wand des Raums. Gab es wirklich keinen Ausweg? Mir wollte einfach nichts einfallen. Dann musste ich eben irgendwie anders klarkommen. Morgen würden sie mich wieder holen und abermals in diesen Saal führen.
Wer war dieser Mann eigentlich, der dort auf seinem Thron wartete, bis ihm die Orks jemanden brachten? Würde er mir das nächste Mal Fragen stellen? Ich würde antworten. Ihn nicht warten lassen, sondern ihm seine heißbegehrten Antworten schenken. Er konnte sie haben, wenn er sie doch so unbedingt wollte. Doch was dann? Was war, wenn er sie endlich bekommen hatte? Was würde mit mir geschehen? Mir schwante nichts Gutes.

Kapitel 10

Ich musste eingeschlafen sein, denn plötzlich rüttelte mich jemand ziemlich unsanft an der Schulter, um mich aufzuwecken. Heißer stinkender Atem schlug mir ins Gesicht. Ich wusste auch ohne meine Augen zu öffnen, wer da vor mir stand. Ich wünschte, es wäre ein schlimmer Traum gewesen, doch als ich die Augen aufschlug, stellte sich heraus, dass da tatsächlich jemand vor mir stand. Ein Ork grinste mich zufrieden an und zog mich mit einem Ruck unsanft hoch. Es war genau wie am vorherigen Tag. Wieder schliffen sie mich Gänge entlang und schließlich standen wir abermals vor der Türe, hinter der der düstere Saal lag. Die Türen öffneten sich und ich wurde hinein gestoßen.
Der Saal lag, wie am Tag zuvor, Großteiles in der Dunkelheit. Diesmal war der Thron jedoch nicht besetzt und so blickte ich mich ängstlich um. Wo war der schwarzgekleidete Mann?
Auch im restlichen Saal konnte ich niemanden entdecken. Noch im selben Augenblick legten sich zwei kalte Hände auf meine Schultern. Ich zuckte erschrocken zusammen und schloss meine Augen. Verdammt, wollte der, dass ich einen Herzinfarkt bekam? Vermutlich war es ihm ziemlich egal.
“Ruhig bleiben”, versuchte ich mir im Stillen einzureden. “Ruhig bleiben und nichts anmerken lassen.”
„Ein neuer Morgen, ein erneuter Versuch.“, hauchte mir der Mann ins Ohr und drehte mich abrupt zu sich um. Ich hielt meine Augen geschlossen. Ich wollte nicht wissen, was da gerade geschah.
Er hielt mich weiterhin an den Schultern fest.
„Ich werde abermals mit der ersten Frage beginnen. Also, wie ist dein Name und woher kommst du?“, fragte er. In seiner Stimme schwang etwas Ungeduldiges und Drohendes mit. Ich holte einmal tief Luft und setzte dann zu einer Antwort an.
„Arja und ich komme aus dem Düsterwald“, antwortete ich mit zitternder Stimme und öffnete endlich meine Augen. Der Mann stand direkt vor mir, näher als ich mir gedacht hatte und musterte mich interessiert. Um etwas Abstand zwischen uns zu schaffen, wollte ich ein paar Schritte rückwärts machen, doch er hielt mich nur noch fester als zuvor.
„Na, das war doch schon um einiges besser als gestern“, meinte er und grinste hinterhältig. „Dann kannst du mir sogar noch weitere Fragen beantworten, hoffe ich. Ich werde dich jetzt erst mal darüber aufklären, wen und was wir eigentlich suchen, meine liebe Arja. Also, vor sechzehn Jahren kam ein Elbenmädchen zur Welt, das eine ganz besondere Gabe besitzt. Ein Talent, besser gesagt, das es kein zweites Mal auf dieser Erde gibt. Vielleicht kennst du dieses Mädchen. Sag uns also jetzt ganz ehrlich, ob du jemanden kennst, der ein Talent besitzt. Ein Talent, von dem nur wenige wissen. Denn es ist ein großes Geheimnis.“ Der Mann kam näher an mich heran und ich versuchte vergeblich, ruhig zu bleiben. Er blickte mich aus dunklen, neugierigen Augen an und verfolgte jede meiner Bewegungen. Ich zögerte. Ich hatte Angst, jemanden zu verraten, den ich kannte, nur damit ich nicht in Schwierigkeiten geriet. Eines war mir jedenfalls klar: Freiwillig würde ich nichts zugeben. Niemals.

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 5
Autor:
 lolxp (Profil)
Datum:
 12.01.2016 16:07
Bewertung:
 

1. zu lang 2. keine Einleitung aber spannung

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 5
Autor:
 Tariel (Profil)
Datum:
 12.01.2016 21:44
Bewertung:
 

1. Es sind welche der kürzesten Kapitel und lang sind die schon gar nicht
2. Wenn dir die Einleitung fehlt, musst du ab dem 1. Kapitel mitlesen ;)

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 5
Autor:
 Tuula-03 (Profil)
Datum:
 26.02.2016 16:34
Bewertung:
 

Ich mag die Art wie du schreibst.
Ich schreibe so ähnlich wie du, mit vielen Adjektiven...
Auch die Story war schön.
lachend

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 5
Autor:
 Nasobem (Profil)
Datum:
 19.04.2016 07:38
Bewertung:
 

Hallo! Ich bin selbst ein riesengroßer Herr-der-Ringe-Fan. Deine Geschichte ist wirklich sehr gut. Alles, was ich dir noch raten kann, ist weiterzuschreiben, noch ausführlicher und anschaulicher. Dann wirst du immer besser werden! Es interessiert mich sehr, wie es weitergeht!

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 5
Autor:
 nightdragon (Profil)
Datum:
 21.04.2016 19:22
Bewertung:
 

Hübsch
Ich mag die Namen der Personen. Mit sowas habe ich meistens Schwierigkeiten.
Als ich gelesen habe, dass der Mann schwarz gekleidet ist und kalte Hände hat, dachte ich erst: Sauron 0-0 (als Nekromant), nein, kann nich´ sein. Nazgul? Hm... ne, zu menschlich. Saurons Mund?
Bin gespannt wer dieser Typ ist

 Re: Leben und Liebe in Mittelerde 5
Autor:
 nightdragon (Profil)
Datum:
 21.04.2016 19:47
Bewertung:
 

Okay, es ist NICHT Sauron oder irgendwer in der Richtung,so viel weiß ich inzwischen.




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