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Von Gutenberg zur Cloud – die Geschichte des Drucks


Wenn man heute ein Dokument ausdrucken will, ist das mit wenigen Handgriffen erledigt. Mit dem Smartphone oder dem Tablet kann man übers Internet sogar auf Drucker zugreifen, die am anderen Ende der Welt stehen. Besonders für Geschäftsreisende, die weit weg von ihrem Büro unterwegs sind, ist das natürlich sehr praktisch.
Bis zu den heutigen Möglichkeiten hat der Druck eine lange und spannende Geschichte hinter sich. Die wichtigsten Meilensteine dieser Entwicklung wollen wir dir hier zeigen.

Die Anfänge im 15. Jahrhundert

Gedanken in schriftlicher Form zu verbreiten war lange sehr mühsam und zeitaufwändig. Das galt besonders für Bücher. Die mussten nämlich von Hand abgeschrieben werden, wenn man sie vervielfältigen wollte. Das klassische Beispiel dafür ist die Bibel, mit der Mönche in Klöstern oft monatelang beschäftigt waren.

Zu dieser Zeit konnte zwar nur ein kleiner Teil der Bevölkerung lesen, aber trotzdem wurden Wege gesucht, Bücher und andere Dokumente leichter herzustellen. Gefunden wurde er schließlich von Johannes Gutenberg. In dem von ihm entwickelten Verfahren war es erstmals möglich, Buchstaben beweglich anzuordnen, also immer wieder andere Texte zu drucken, ohne spezielle Vorlagen dafür herzustellen. Als das wichtigste Werk, das noch zu Lebzeiten Gutenbergs so gedruckt wurde, gilt auch hier die Bibel – sie war zur damaligen Zeit einfach mit Abstand das wichtigste Buch überhaupt.

Gutenbergs Erfindung gilt als entscheidender Baustein für die folgende Entwicklung in Europa. Denn weil es nun viel leichter war, Bücher zu verbreiten, wollten auch viel mehr Leute lesen lernen. Das blieb zwar zunächst ein Privileg der wohlhabenderen Menschen; dennoch gilt der Buchdruck als wichtigste Erfindung des gesamten Jahrtausends, da sie den Weg zu einer Gesellschaft ebnete, in der schlussendlich jeder das Lesen lernen konnte.

Die Technisierung des Buchdrucks

Nun kommt ein großer Zeitsprung, und zwar bis in Jahr 1863, als William Bullock, ein amerikanischer Erfinder, die kurz zuvor entwickelte Rotationsdruckmaschine perfektionierte, indem er eine Endlospapierrolle hinzufügte. Zu dieser Zeit konnte auch die einfache Bevölkerung zu großen Teilen schon lesen, so dass die Nachfrage nach Büchern und Zeitungen dementsprechend groß war.

Mit Bullocks Erfindung war es nun möglich, diese in Massen – und vor allem sehr schnell – zu produzieren. Vor allem für Zeitungsverlage war sie ein Segen, da die Bögen beidseitig bedruckt werden können. Pro Stunde schaffte die Maschine 12000 beidseitig bedruckte Seiten – eine ganz schön beeindruckende Zahl.

Drucker für daheim

Der nächste Sprung ist nicht mehr ganz so weit: Denn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der technische Fortschritt bereits so weit vorangeschritten, dass sich viele Haushalte einen Computer für daheim leisten konnten – und dazu passend auch Drucker. Anfangs waren das fast ausschließlich Tintenstrahldrucker, die nach und nach von Laserdruckern abgelöst wurden. Trotzdem findet man sie bis heute sowohl in Büros als auch beim Privatgebrauch.
Im Jahr 1990 wurde das Internet auch außerhalb von Hochschulen zugänglich – diese weltweite Vernetzung, ohne die man sich das Leben heute kaum noch vorstellen kann, gibt es also noch gar nicht so lange für alle.

Da sie jedoch immer wichtiger wurde, lernten auch Drucker nach und nach, sie sich zu Nutze zu machen. Während sie anfangs fest mit dem PC verbunden sein mussten, machte es die drahtlose Verbindung später möglich, auch ohne Kabel auf Drucker zuzugreifen. Und mittlerweile sind wir so weit, dass man, wie anfangs beschrieben, auch dann drucken kann, wenn man ganz wo anders ist.

Mehr zur Geschichte des Drucks

Dieser kleine Exkurs in die Druckgeschichte ist natürlich längst nicht vollständig, da wir uns auf die allerwichtigsten Erfindungen konzentriert haben. Mehr über verschiedene Entwicklungen, die den Buchdruck von Gutenberg bis heute mitgeprägt haben, findet ihr auf dieser interessanten Website.

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