Lernen mit Spass




 

Schülernews - Weblog rund ums Lernen


Hier schreiben wir nicht nur über Neuerungen auf der Webseite, sondern tauschen Gedanken aus und stellen weitere coole Webseiten vor.


29. April 2015

Fremdsprachen spielen in der heutigen Welt eine wichtige Rolle. Allen voran gilt Englisch als eine der elementarsten Sprachen, denn überall auf der Welt verständigen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft durch diese Sprache. Kein Wunder also, dass auch Schüler früh mit dem Erlernen der englischen Sprache beginnen und schon vor ihrem zehnten Lebensjahr einige Vokabeln kennen. Im weiteren Verlauf der schulischen Laufbahn befassen sich Schüler zunehmend mit grammatikalischen Regeln und der allgemeinen Verständigung. Schüler, die ihr Wissen noch weiter festigen und ausbauen wollen, sind mit einer Sprachreise nach England bestens beraten. Hier jedoch gilt es, schon im Vorhinein einige Informationen einzuholen, damit der Aufenthalt im fremden Land so angenehm und ergebnisreich wie möglich wird.

Das richtige Verhalten in England

England gilt für viele Menschen als Ursprungsort des guten Benehmens. So ist es für Neuankömmlinge und Urlauber wichtig, die üblichen Gepflogenheiten zu kennen. Ein entsprechendes Verhalten gegenüber den Gasteltern, Lehrern und anderen Personen fällt dann umso leichter. Das beginnt schon mit der Begrüßung. In England wird die körperliche Berührung nicht besonders aktiv ausgelebt. So begrüßen sich nur die wenigsten mit innigen Umarmungen und einen Händedruck gibt es oftmals nur, wenn sich zwei Menschen zum ersten Mal sehen. Grundsätzlich ist es für den Schüler außerdem ratsam, auf das Angebot zum Händedruck seitens eines Engländers zu warten und ihn nicht mit dieser Geste zu bedrängen.


Sprachreisen wecken positive Gefühle. (Quelle: Kurious (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Freundlich und zurückhaltend ist hier die Devise. Bietet ein Engländer die Ansprache mit dem Vornamen an, so darf gerne eingewilligt werden. Leben die Schüler während ihres England-Aufenthaltes in einer Gastfamilie, so ist es ratsam, ein kleines Gastgeschenk mitzubringen. Landestypische Nahrungsmittel beispielsweise sind eine gute Idee, denn der Engländer weiß gutes Essen zu schätzen. Nicht gut geeignet sind Lilien oder auch Geschenke, die die Zahl dreizehn enthalten. Weitere tolle Tipps zum richtigen und höflichen Verhalten in England finden interessierte Schüler und Schülerinnen hier.

Unterhalten mit Engländern

Sprachreisen bieten einen ungeahnten Mehrwert für junge Menschen, die die erlernte Fremdsprache direkt vor Ort noch weiter festigen wollen. Das A und O bei einer Sprachreise nach England ist die Konversation mit Muttersprachlern. Hier können Schüler viel über die Art der Unterhaltungen und auch die Verwendung neuer Vokabeln lernen. Das Sprechen fällt oft schon nach wenigen Tagen leichter. Damit die Gespräche in England angenehm verlaufen und sich niemand beleidigt fühlt, sollten Schüler nicht abfällig über das Königshaus sprechen. Auch Iren oder Waliser sollten um des lieben Friedens Willen nicht als Engländer bezeichnet werden, denn hier sind die Landsleute sehr empfindlich. Engländer sind Meister darin, das Gesprächsthema zu wechseln, wenn ihnen die Inhalte unangenehm sind. Hier sollte dann nicht nachgebohrt werden, um die freundliche Atmosphäre nicht zu gefährden. Da auch bei der Konversation Höflichkeit ein hohes Gut ist, wollen Engländer nicht unterbrochen werden. Im Gespräch mit anderen Personen, die im alltäglichen Leben mit den Schülern in Kontakt stehen, sollte außerdem stets ein „Danke“ oder „Bitte“ Teil der Kommunikation sein. Die regelmäßigen und offenen Gespräche während einer Sprachreise bieten diverse Vorteile. So festigen sich während dieser Zeit grammatikalische Regeln und neue Vokabeln fließen fast wie von alleine in den bisherigen Wortschatz. Nach der Reise wird es den Schülern sehr viel leichter fallen, sich auf Englisch zu unterhalten. Die geweckte Freude an der Sprache können Schüler laut 20min.ch seit Kurzem sogar durch eine komplette Berufslehre auf Englisch ausleben.

Der Schulbesuch bei Sprachreisen

Bei manchen Austauschprogrammen oder Sprachreisen ist auch ein Besuch der Schule Teil des Angebotes. Die Schulen in England sind für die Neulinge oft ein wenig anders und etwas gewöhnungsbedürftig, nehmen Schüler aus anderen Ländern jedoch sehr freundlich und bereitwillig auf. Mit anderen Mitschülern Kontakt aufzunehmen, fällt in England in der Regel sehr leicht, denn Jugendliche sind hier sehr kommunikativ und offen. Auf Sprachreisen finden daher viele Schüler neue Freunde, die sogar nach der Reise noch den Kontakt halten möchten. Besonders wichtig beim Besuch einer englischen Schule ist die Bekleidung. Nicht immer wird von den Schülern das Tragen einer Schuluniform verlangt. Dennoch ist eine ordentliche Bekleidung wichtig, denn hierauf legen Engländer auch im späteren Leben sehr großen Wert. Bauchfrei oder mit Löchern in den Jeans fallen Schüler durchaus negativ auf.

Tägliches Lernen mit Freude

Während einer Sprachreise sind Schüler mit vielen neuen Eindrücken konfrontiert. Immerhin wird im fremden Land nicht nur eine andere Sprache gesprochen. Auch das Essen und die Leute sind anders als das, was Schüler von Zuhause gewohnt sind. Gerade hier steckt jedoch der Vorteil einer Sprachreise, denn durch das intensive Kennenlernen des Landes wird die Motivation zum Lernen sehr stark angeregt. Schüler müssen sich also nicht jeden Tag seitenweise Notizen machen oder Vokabeln lernen, denn der Lernerfolg stellt sich bei einer Sprachreise in der Regel ganz von selbst ein.


Tee mit Milch ist typisch englisch. (Quelle: Unsplash (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Die Angebote, die seitens der Gastfamilie oder des Veranstalters der Sprachreise gemacht werden, sollten daher unbedingt wahrgenommen werden. Sei es ein Ausflug in die Hauptstadt London oder auch ein typisch englisches Frühstück – jede neue Erfahrung vergrößert nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch das Allgemeinwissen. So sollten Schüler mindestens einmal den klassischen Tee mit Milch oder auch einen Toast mit Orangenmarmelade probiert haben.


6. Februar 2015

Das Internet bietet unvergleichliche Chancen, gerade für Kinder. Es lässt aber auch Gefahren bis ins Kinderzimmer vordringen, die zuvor auf die Außenwelt beschränkt waren. Die klassischen Schutzmechanismen greifen hier nicht mehr, die virtuelle Tür des Internets durchlöchert den Schutz der nach außen geschlossenen Wohnung. In der Schule und im Freizeitbereich sieht es ähnlich aus. Wie lässt sich die verlorene Abgrenzung wieder zurückgewinnen?

Welche Gefahren für Kinder lauern im Internet?

Die Gefährdungen im Internet unterscheiden sich im Prinzip nicht von denjenigen, die Kindern außerhalb der geschützten Wohnung, etwa auf dem Weg zur Schule begegnen. Ein scheinbar freundlicher Mensch spricht sie an und nutzt zum Beispiel die Neugier, das Mitgefühl oder den Stolz des Kindes aus, um es zu einer bestimmten Handlung zu bewegen, eventuell auch durch den Einsatz von Drohungen. Im Internet sind diese Gefährdungen aber noch subtiler, weil sich der Kontakt auf schriftliche Nachrichten, Bilder und vielleicht noch Videos beschränkt. Das lässt der Phantasie mehr Spielraum als eine direkte Begegnung.

Wie die Gefahren selbst, sind auch die Schutzmaßnahmen im Internet prinzipiell die gleichen wie in der realen Welt. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen, in Maßnahmen die

– Gefahren fernhalten
– über Risiken aufklären
– aktive Bedrohungen erkennen

Wie lassen sich diese Maßnahmen zum Schutz von Kindern im Internet umsetzen? Den Internetzugang vollständig zu verweigern, ist keine gute Idee. Einerseits nimmt es den Kindern die Möglichkeit, den Umgang mit dem Medium Internet zu erlernen. Andererseits kann es nicht verhindern, dass sie zum Beispiel bei Freunden einen umso unkontrollierten Zugang zum Internet finden. Besser ist es da, nur den Zugriff auf potentiell schädliche Angebote zu sperren beziehungsweise nur wertvolle und hilfreiche Angebote zuzulassen. Diese beiden Strategien sind mit Kinder- und Jugendschutzsoftware realisierbar. Auf dem PC oder Mobilgerät installiert, ermöglichen diese Programme, Webseiten, Chatprogramme, Soziale Netzwerke, Online-Games und dergleichen zu filtern. Dabei unterscheiden sich die Systeme deutlich in Art und Umfang der Filtermöglichkeiten.

Nur eine Gesamtstrategie bietet optimalen Schutz

Die Prävention durch das Ausschalten schädlicher Internetangebote kann nur ein Teil eines wirksamen Kinderschutzes sein. Besonders das Filtern mit einer Blacklist, die nur bekannt gefährliche Inhalte ausblendet, bietet keine hundertprozentige Sicherheit, da neu entstehende Gefahren erst in die Liste aufgenommen werden müssen. Auch wenn das der Hersteller selbst vornimmt, gibt es hier immer einen Zeitversatz. Trotzdem ist die Blacklist-Filterung für ältere Kinder vorteilhaft, da sie ihnen eine größere Freiheit gibt und dadurch den Anreiz verringert, den Schutz zu umgehen. Jüngere Kinder sollten dagegen mittels einer Whitelist ausschließlich Zugang zu erwiesenermaßen einwandfreien Angeboten erhalten, beispielsweise dem FragFINN-Netzwerk.

Aber auch beim Whitelisting, das nur anerkannt positive Inhalte durchgehen lässt, können Probleme auftauchen. So wird zum Beispiel die Online-Enzyklopädie Wikipedia auch an Schulen als Unterrichtsmaterial genutzt und das ist im Allgemeinen unproblematisch. Allerdings ist einerseits der neutrale Standpunkt der Artikel, aufgrund der Zusammensetzung der ehrenamtlich tätigen Autorenschaft, in bestimmten Bereichen nicht immer garantiert. Andererseits kann es in weniger gefragten Themenbereichen gelegentlich zu obskuren Einträgen kommen. Da gleitet zum Beispiel ein Artikel über einen einfachen technischen Gegenstand, wie einen Ring, der vielleicht für eine Hausaufgabe zu recherchieren wäre, unvermittelt in eine Diskussion fragwürdiger Sexualpraktiken ab.

Auch die Aufklärung und die Kontrolle müssen daher eine wesentliche Rolle beim Schutz der Kinder vor Gefahren aus dem Internet spielen, aber dabei hilft die Kinderschutzsoftware ebenfalls. Erstens enthalten die Softwaresysteme in der Regel Informationssysteme wie eine FAQ und E-Mail-, Chat oder Telefonsupport. Zweitens bieten sie oft Möglichkeiten für das Monitoring der Internetaktivitäten der Kinder.


17. September 2014

Lernen und Schule sind unverrückbar miteinander verbunden, wenngleich Schüler sicherlich so manches Mal mit den Augen rollen, wenn sie nach einem Tag in der Schule wieder einmal über einem Berg an Hausaufgaben brüten. Dabei muss Lernen heutzutage keineswegs mehr so trocken und ideenlos wie noch vor einigen Jahren sein, dafür sorgen vor allem die technischen Innovationen der jüngsten Vergangenheit. Sei es eine neue, spannende Lerntechnik, der Einsatz von modernen Medien oder vielleicht auch nur ein besonders interessantes Konzept, an dem Schüler Spaß haben, folgende Möglichkeiten können künftig zum Lernerfolg beitragen.

Lernen mit Musik

Musik gilt sicherlich nur im weitesten Sinne wirklich als technisches Hilfsmittel, vielmehr gilt das Medium eher als spannend, interessant und unterhaltsam. Und genau diese Aspekte sind es, die das Lernen mit Musik letztendlich so erfolgreich machen können, denn Musik inspiriert nicht nur, sie kann sogar die Konzentration fördern. Untersucht hat dies beispielsweise der Dortmunder Musikpsychologe Günther Rötter, der gemeinsam mit seinem Team Schüler über mehrere Wochen hinweg beobachtet und getestet hat. Feststand zum Schluss, dass die Musik tatsächlich keinerlei negativen Effekte auf die Schüler hatte. Auch die Forscher waren von diesem Ergebnis ehrlich überrascht, immerhin ist Musik laut und kann im Grunde auch schnell ablenken oder gar zum Träumen einladen. Ein Grund für die Ergebnisse könnte jedoch sein, dass Musik heutzutage nahezu allgegenwärtig ist und somit einen festen Bestandteil des Lebens von Kindern und Jugendlichen ausmacht.

Mobiles Lernen

Auch das mobile Lernen hat im Zuge dessen immer weitere Kreise gezogen, das liegt sicherlich zum großen Teil auch an der immer weiteren Verbreitung von Tablets und Smartphones. Und im Prinzip ist das mobile Lernen auch keineswegs eine Erfindung der Neuzeit, denn schließlich ist auch das klassische Buch nichts anderes als ein mobiles Medium. Demnach ist die Methode also nicht unbedingt an ein bestimmtes Gerät gebunden, sondern dreht sich vielmehr um die Ortsunabhängigkeit und das Loslösen von bestimmten Zeitrahmen. Auch der kulturelle Wandel geht damit einher, denn gerade die junge Generation scheint immerzu und überall mit mobilen Geräten herumzuhantieren. Natürlich hat dies nicht nur Vorteile, es macht jedoch Sinn, die weite Verbreitung von mobilen Endgeräten zumindest effektiv für das Lernen oder die Schule an sich zu nutzen. Folgende Gründe sprechen zumindest dafür:

  • Schüler können als Experten ihres Alltagslebens in der Schule individuell aktiv werden
  • Sensible Lern- und Entwicklungskonzepte werden geschaffen
  • Durch das Smartphone oder Tablet und seine Nutzungsmöglichkeiten werden Kommunikationsbrücken geschaffen, die zwischen Alltag und Schule bestehen
  • Das mobile Gerät dient als Schnittstelle zwischen der Kinder- und Jugendkultur und dem gezielten Lernen sowie dem Alltagsleben
  • Durch das Smartphone oder Tablet lassen sich Formen des situierten Lernens nutzen – der Lehrer führt den Unterricht also nicht mehr nur durchgehend allein, sondern lässt die Schüler episodenhaft aktiv werden

Praktische Technik und Hilfsmittel

Je älter Kinder werden, desto mehr Schulzeug benötigen sie in der Regel auch. Neue Fächer erfordern weitere Bücher, dementsprechend werden aber auch Hefter, Blöcke und vieles mehr benötigt. Auch die technische Unterstützung kann diesbezüglich sehr sinnvoll sein, vor allem geht es dabei um die sogenannten neuen Medien.

Umgang mit neuen Medien

Ausstattung der Schule Eine Klasse sollte mindestens über eine kleine Computerecke mit einem PC verfügen, darüber hinaus kann und sollte jedoch auch ein Zugang zu einem richtigen Computerraum vorhanden sein. Bei jüngeren Schülern bieten sich vor allem Lernspiele an, mit fortschreitendem Alter ist aber auch eine Einführung in Office-Programme wie Word oder sogar Excel und Power Point eine sinnvolle Maßnahme.
Drucker und weiteres Zubehör Es bietet sich an, vorhandene Computer mit sinnvollem Equipment auszustatten und so den Nutzen der Technik zu erweitern. Zum grundlegenden Zubehör sollte in jedem Fall ein Drucker gehören, mit dem Schüler beispielsweise ihre ersten selbstgeschriebenen Texte am PC ausdrucken oder sich Grafiken und Bilder für ihre Unterlagen ablegen können. Den genauen Gebrauch eines Druckers müssen sie dafür nicht zwangsläufig kennen (ehrlicherweise beherrschen diesen selbst Erwachsene nicht immer perfekt), trotzdem sollte das Gerät jedoch regelmäßig gewartet werden. Ein technikaffiner Mitarbeiter oder Lehrer sollte die Patronen daher regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls Ersatz parat haben, aber auch bei Problemen macht sich ein wenig technisches Knowhow gut.
Internet Viele Schüler sind bereits in den Weiten des Internets zuhause und treiben sich sogar regelmäßig in sozialen Netzwerken, auf Filesharing-Plattformen oder auf Kommunikationsplattformen wie Skype herum. Lehrer mag dies mitunter immer noch überraschen, umso sinnvoller ist allerdings ein pädagogischer Zugang zum Thema. Schließlich warten im Netz gegebenenfalls auch Abo-Fallen, Urheberrechtsprobleme, Datenschutzeinstellungen oder gar Mobbing, ein Heranführen an das Medium macht also Sinn. Zudem begeistern sich Kinder heutzutage ohnehin sehr für das Thema und haben viele Fragen, dieser Wissensdurst sollte in jedem Fall ausgenutzt werden.
Computer und Co. richtig einsetzen Gerade Computer sind ideal für unterschiedlichste Anwendungsgebiete geeignet. Angefangen bei der kleinen Fördergruppe über das erste Schreiben am PC und Entdecken der neuen, technischen Funktionen bis hin zum ersten ausgearbeiteten Projekt in Gruppenarbeit ist nahezu alles machbar, wobei das Tempo ganz entspannt an den Lernfortschritt der Schüler angepasst werden kann. Gleichzeitig ermöglichen verschiedenste Programme aber auch eine effiziente Unterstützung, wenn es um das Lesetraining oder Veranschaulichen eines Sachverhaltes geht.

Sind klassische Medien bald aus den Klassenzimmern verschwunden?

In diesem Zuge mag sich für manch einen sicherlich auch die Frage stellen, ob Internet und Co. irgendwann vielleicht sogar andere Medien wie den Füller oder das Schreibheft verdrängen werden. Und tatsächlich, in einigen Schulen haben iPad und Notebook für rund 1,7 Millionen Kinder sogar bereits Tafel und Heft ersetzt. Trotzdem zeigt sich aber immer wieder, dass Technik allein hier keinen Mehrwert bietet, stattdessen müssten Schüler wie auch Lehrer zunächst den richtigen Umgang mit den neuen Medien lernen. Füller, Bleistift oder Kugelschreiber werden daher auch in Zukunft noch ihre Berechtigung haben. Immerhin konnten sich Medien wie Papier und Tinte bereits seit vielen Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden halten und dienen der Menschheit seitdem als mächtiges Werkzeug.

„Die Geschichte der Tinte reicht bis ins frühste Altertum zurück. Den genauen Zeitpunkt ihrer ersten Anwendung lässt sich dabei nicht mehr genau feststellen. […]Die ersten Anzeichen für die Verwendung von Tinte fand man in den alten Hochkulturen der Ägypter und Chinesen. Ca. 3000 vor Christus existierten schwarze und rote Tinten im Alten Ägypten – sie wurden aus Ruß oder eisenoxydhaltigen Erden, Wasser und einem gummiähnlichen Bindemittel (Gummi arabicum) hergestellt.“ Quelle:  http://www.tonerpartner.ch/die-geschichte-der-tinte/

Mit Tinte, Papier oder auch dem Einsatz von Bleistift und anderen Schreibutensilien wird demnach also auch immer eine gewisse Tradition verbunden, auf die viele Menschen nur ungern vollkommen verzichten möchten. Allerdings hat das Schreiben per Hand auch einen rein praktischen Nutzen, der sich gerade in der Schule bewährt: Denn wer schreibt statt tippt, verstärkt den Lernprozess und verbessert nicht nur die Motorik, sondern beschäftigt auch die Haptik und Wahrnehmung. Darüber hinaus soll das handschriftliche Schreiben aber auch eine Art motorische Erinnerungsspur hinterlassen und so die Erinnerung an das Geschriebene verbessern. Viele Gründe also, um auch die klassischen Medien keineswegs aus dem Klassenzimmer zu verbannen, sondern weiterhin aktiv miteinzubinden.

Der gesunde Mittelweg aus Tradition und Moderne

Letztendlich sollten Schulen und Lehrkräfte also einen gesunden Mittelweg anstreben und dabei sowohl auf klassische Medien wie auch digitale oder insgesamt modernere Varianten zurückgreifen. In diesem Zusammenhang ist es allerdings entscheidend, dass überhaupt die finanziellen Ressourcen und Möglichkeiten zur Verfügung stehen und genau dort zeigt sich die aktuelle Problematik. Denn Schulen und Lehrer haben auf diesem Wege eine Menge zusätzliche Arbeit, während sie gleichzeitig mit der ohnehin verstärkten selbständigen Verwaltung zu kämpfen haben – damit der pädagogische Aspekt nicht zu kurz kommt, werden für die gelungene Umsetzung derzeit noch die passenden Lösungsansätze benötigt.

Abbildung 1: pixabay.com ©PublicDomainPictures (CC0 1.0)
Abbildung 2: pixabay.com ©noelsch (CC0 1.0)


21. August 2014

Sie möchten für jedes Ihrer Kinder das Beste, doch es steht nur ein Zimmer zur Verfügung? Nicht immer erlaubt die Wohnsituation, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer besitzt, und Geschwister müssen sich oftmals ein Kinderzimmer teilen. Das muss nicht immer von Nachteil sein.

Abbildung: Kinderzimmer für Zwei: Glück oder Leid? Darauf sollten Eltern achten

Geschwister, die sich ein Zimmer teilen, lernen schon früh aufeinander Rücksicht zu nehmen und Konflikte untereinander auszutragen. Insbesondere für Kleinkinder hat ein gemeinsames Schlafzimmer den Vorteil, dass niemand alleine einschlafen muss. Jedoch ist laut einem Artikel auf immowelt.ch die Entscheidung über ein gemeinsames Kinderzimmer grundsätzlich vom Alter, Geschlecht und auch von der individuellen Entwicklung beider Kinder abhängig.

Ein zu grosser Altersunterschied würde beispielsweise bedeuten, dass unterschiedliche Entwicklungsstadien aufeinander treffen, die gleichzeitig unterschiedliche Interessen bedeuten. Über kurz oder lang würde ein Zusammenleben der Kinder mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren. In Bezug auf das Alter liegt ein weiterer wichtiger Aspekt darin, dass mit Beginn der Pubertät bzw. der Selbstfindung des heranwachsenden Jugendlichen, das jeweilige Kind sein eigenes Reich vorfinden sollte. Zwischen sieben und 14 Jahren kann hingegen das gemeinsame Zusammenleben der Kinder sehr gut funktionieren.

Was das Geschlecht betrifft, kann das Zusammenleben in einem Zimmer im Vorschulalter von Jungen und Mädchen sehr gut funktionieren, da sich hier die grundlegenden Interessen noch sehr gleichen. Durch die unterschiedliche Geschwindigkeit in der Entwicklung wird dies allerdings im Schulalter weniger der Fall sein.

Insgesamt ist die Fachwelt sich einig, dass auf folgende Punkte besonders Wert gelegt werden soll:

1. Teilen Sie den Raum
Jedes Kind hat das Bedürfnis nach seinem „eigenen Reich“, daher ist eine Raumaufteilung zur Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten unabdingbar. Nicht immer lässt die aktuelle Wohnsituation viel Spielraum, aber bereits durch ein paar einfache optische Trennmittel lassen sich zwei separate Wohnbereiche schaffen. Mit Hilfe von Regalwänden, Vorhängen oder Paravents kann schnell das persönliche Territorium abgesteckt werden. Ist das Kind ein Schulkind, dann sollte es über einen eigenen Schreibtisch verfügen, an dem es lernen und seine Hausaufgaben machen kann. Ausserdem sollte darauf achten werden, dass dieser an einem ruhigen Platz aufgestellt ist und, dass genügend Licht auf die Arbeitsplatte fällt.

2. Vereinen Sie den Raum
Machen Sie sich den Vorteil eines gemeinsamen Kinderzimmers zunutze. Geschwister, die sich gut verstehen, können von einem gemeinsamen Raum nur profitieren. Schaffen Sie eine gemeinsame Zone, in der sich die Kinder „treffen“ können und sich gegenseitig beim Lernen und bei den Hausaufgaben helfen und abfragen können. Zur Planung hierfür eignen sich Tipps aus Kinder Räume. Insbesondere bei Problemen in der Schule oder mit den Eltern ist es für das Kind besonders wichtig, einen vertrauten Ansprechpartner zu haben. Diese „gemeinsame Zone“ kann zum Beispiel ein Sofa in der Mitte des Zimmers sein oder ein Tisch, an dem man sich „trifft“.

3. Stellen Sie Regeln auf
Auch wenn die Geschwister sich noch so gut verstehen, kann es trotzdem zum Streit kommen, wenn sie ein gemeinsames Zimmer bewohnen.
Da fühlt sich das eine Kind, das noch mit den Schulaufgaben beschäftigt ist, gestört, wenn der Bruder oder die Schwester seine Freunde mitbringt. Oder aber der eine hört Musik, die dem anderen nicht gefällt oder dieser gerade versucht, ein Buch zu lesen.
Kinder, die sich ein Zimmer teilen, müssen von Anfang an klare Regeln festlegen, bei denen sie gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen. So sollte beispielweise das Musik hören oder das Einladen von Freunden in das gemeinsame Zimmer während der Hausaufgaben Tabu sein.

4. Schaffen Sie Ausweichmöglichkeiten
Manchmal aber benötigen Kinder in der Schulzeit besondere Rückzugsmöglichkeiten, weil sie entweder besonders gefordert werden oder an Projekten/Referaten in Kleingruppen arbeiten. Liegt eine solche Situation vor, braucht das Schulkind einen Ort, an den es ausweichen kann, um konzentriert zu arbeiten. Dieser Ort kann der Schreibtisch im Arbeitszimmer der Eltern sein oder der Küchentisch, den die Mutter ihm bereitwillig zur Verfügung stellt.

5. Denken Sie an das unterschiedliche Lernverhalten
Im Besonderen im Schulkind-Alter sollten die Kinder ausreichend Platz zum Lernen finden und auch an das unterschiedliche Lernverhalten gedacht werden. So lernt das eine Kind eventuell lieber auf dem Bett als am Schreibtisch, oder dem einen Kind fällt es leichter, direkt nach der Schule die Hausaufgaben zu erledigen, das andere eher am Abend. Diese Vorlieben können helfen, die Aufteilung des Zimmers zum Lernen besser zu koordinieren. Die Kinder sollten demnach ihren Schulalltag bestmöglich in Routine wandeln, was durch elterliche Vorgaben zusätzlich vereinfacht werden kann.

Summa summarum kann ein gemeinsames Kinderzimmer, wenn die Geschwister sich gut verstehen und der Alters- und damit der Interessenunterschied nicht zu gross ist, von Vorteil sein.
Experten weisen sogar darauf hin, dass die durch den Schulwechsel bedingten grossen Veränderungen durch die Anwesenheit eines Geschwisterkindes gemeinsam erlebt werden, und diese sich dadurch gegenseitig Vertrautheit und Stabilität geben können. Das gibt Halt und schweisst zusammen. Allerdings raten die meisten Familienexperten zu Beginn der Pubertät zu einer Trennung des Wohnraums.

Das gemeinsame Kinderzimmer, eine Patentlösung gibt es nicht, aber es ist eine Überlegung wert.

Bildquelle: Pixabay.com © keresi72 (CC0 1.0)


11. August 2014


Das Lernen im Schlaf ist ein Menschheitstraum, besonders für Schüler. Abends eine CD einlegen und am nächsten Morgen mit einem völlig neuen Wortschatz in einer Fremdsprache aufwachen? Diese Vision wird wohl auch in naher Zukunft ein Traum bleiben, aber Wissenschaftler haben herausgefunden, dass im Schlaf Lerninhalte tatsächlich vertieft werden. Das Lernen im Schlaf ist also in gewisser Weise möglich, zumindest kann es hilfreich sein, kurz vor dem Einschlafen Gelerntes noch einmal zu wiederholen.

Damit lernt es sich zwar nicht wie von Zauberhand, aber, das konnten Studien inzwischen belegen, abends Gelerntes wird besser behalten. Warum ist das so und wie kann man sich dieses Wissen zu Nutze machen?

Wie funktioniert „lernen“ eigentlich?

Um zu verstehen, warum es für einige Lerninhalte tatsächlich sinnvoll sein kann, diese vor dem Schlafengehen noch einmal zu wiederholen, werfen wir zunächst einen Blick auf das Lernen an sich. Was genau ist lernen eigentlich und wie funktioniert es?

Die Wissenschaft definiert das schulische Lernen als den „absichtlichen Erwerb von Kenntnissen oder Fähigkeiten“. Darüber hinaus gibt es noch das Lernen ohne Absicht, dies dürfte sogar den größten Teil alles erlernten Wissens und aller erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse ausmachen. Doch für das schulische Lernen spielt nur der absichtliche Erwerb eine Rolle. Vereinfacht gesagt, werden Lerninhalte zunächst im Kurzzeitgedächtnis gespeichert und dann in das Langzeitgedächtnis überführt.

Damit das funktioniert, müssen Lerninhalte entweder einen starken emotionalen Eindruck hinterlassen (zum Beispiel durch eine positive oder negative Erfahrung, eine Erkenntnis et cetera).

Oder aber Lerninhalte müssen mehrfach wiederholt werden, damit sie ins Langzeitgedächtnis übergehen. Während wir den starken emotionalen Eindruck nicht wirklich steuern können, lässt sich das Lernen per Wiederholung natürlich steuern. Deswegen ist diese Lernmethode auch die beliebteste und erfolgreichste.

Wissenschaftliche Studien zum Lernen im Schlaf
In einem Versuchsaufbau haben Wissenschaftler untersucht, wie sich der Zeitpunkt des Lernens auf den Lernerfolg auswirkt. Eine Gruppe der Studienteilnehmer lernte morgens, eine andere abends. Getestet wurden in diesem Fall 30 Vokabeln, die auswendig gelernt werden sollten.

Das Ergebnis der Studie war relativ eindeutig. Die Teilnehmer, die abends gelernt hatten, konnten am meisten behalten. Der Lernerfolg war vor allem nach 12 Stunden am deutlichsten, nach 24 Stunden wurde zumindest ein Teil der Vokabeln wieder vergessen.

Leider sind die Ergebnisse aber individuell so verschieden, dass keine allgemeine Aussage darüber gemacht werden kann, um wie viel Prozent der Lernerfolg zunimmt. Deswegen sollte jeder selbst die beste Alternative ausprobieren, am besten über einen längeren Zeitraum.

Ein weiteres Experiment wurde mit Musikschülern durchgeführt. Hierbei ging es darum festzustellen, ob auch das Erlernen eines Musikstückes am Abend in der Nacht vertieft wird. Tatsächlich zeigten sich auch hier positive Ergebnisse. Musikstudenten, die nach dem Einüben eines neuen Stückes geschlafen haben, konnten das Stück am nächsten Tag besser abrufen als eine Vergleichsgruppe ohne Schlaf.
Das Lernen im Schlaf funktioniert übrigens am besten, wenn abends keine neuen Lerninhalte gelernt, sondern einfach nur zum Beispiel Vokabeln wiederholt werden, die am Tag schon einmal eingeübt wurden.

Die neuen Erkenntnisse für den eigenen Lernerfolg nutzen
Vor allem, wenn es um das Auswendiglernen zum Beispiel von Vokabeln geht, ist also wichtig, Lerninhalte mehrfach zu wiederholen.
Inzwischen ist klar, dass das Gehirn im Schlaf Inhalte verarbeitet und strukturiert. Deswegen kann es tatsächlich sinnvoll sein, am Abend noch einmal das Gelernte vom Tage zu wiederholen. Im Schlaf werden Lerninhalte, insbesondere Vokabeln, schneller und einfacher ins Langzeitgedächtnis überführt. Vereinfacht gesagt, sorgt das Überschlafen dafür, dass wir Inhalte, die wir am Vorabend gelernt haben, besser behalten.

Das Lernen im Schlaf funktioniert aber nicht so gut mit neuen Inhalten, sondern vor allem mit auswendig gelernten Inhalten.

Zum Abschluss noch einige Tipps, wie das Lernen über Nacht in der Praxis umgesetzt werden kann:

  • Neue Inhalte besten tagsüber aneignen, am Abend klappt das Lernen komplizierter und neuer Sachverhalte meist schlechter.
  • Am Abend Vokabeln lernen und andere einfache Inhalte, die nur auswendig gelernt werden müssen.
  • Wiederhole kurz vor dem Schlafengehen am Tage gelernte Inhalte, um sie über Nacht zu vertiefen.
  • Lerne in Ruhe und ohne Stress, denn auch dann werden Inhalte besser behalten. Weitere Tipps zum Thema schnell und effektiv Lernen finden sich auch in diesem Beitrag bei gutefrage.net.
  • Nach dem Wiederholen der Lerninhalte sollte relativ zügig ins Bett gegangen und das Gehirn nicht durch neue Eindrücke ablenkt werden. Routinetätigkeiten wie das Zähneputzen stören den Lernerfolg nicht, wohl aber Tätigkeiten, die das Gehirn mit neuen Inhalten überfluten wie zum Beispiel das Lesen eines Buches oder Fernsehen.

Im Schlaf auf neue Ideen kommen
Die meisten Schüler haben schon einmal die Erfahrung gemacht, dass ihnen gute Ideen im Schlaf oder direkt beim Aufwachen gekommen sind. Daraus kann ein Nutzen gezogen werden, denn wer am Abend vor dem Einschlafen über ein Vorhaben, eine Problemstellung et cetera nachdenkt, hat gute Chancen, die Lösung im Schlaf zu finden. Das funktioniert vor allem mit allen Inhalten gut, die mit Kreativität zu tun haben.

Bild 1: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)
Bild 2: pixabay.com © Nemo (CC0 1.0)


11. Juli 2014


Nach der Schule nutzen die meisten regelmäßig Smartphones oder den Laptop, um mit Freunden in sozialen Netzwerken zu chatten, Videos zu schauen oder ganz einfach interessante News zu recherchieren. Das WorldWideWeb ist damit aus dem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass in mehr und mehr Schulen digitale Medien Einzug in die Klassenräume finden. So gibt es in dem einen oder anderen Klassenraum internetfähige Smart-Boards oder aber die Schule kann es sich leisten, jedem Schüler stundenweise ein Tablet zum Lernen zur Verfügung zu stellen. Als Schüler dürften sich damit Fragen stellen wie: Wozu benötige ich dann noch Bücher? Kann ich mit einem Tablet vielleicht sogar besser lernen und Aufgaben lösen? Diese Fragen stellen sich nicht nur Schüler, sondern auch das Bildungssystem in der Schweiz und in ganz Europa. Welche Vor- und Nachteile das Lernen mit dem klassischen Buch und mit dem Tablet besitzen, soll im Folgenden näher thematisiert werden.

Erste Pilotprojekte mit Tablets
Im Jahr 2012 startete im Kanton Solothurn eines der ersten Tablet-Projekte in Schulen. Hier wurden sowohl alle Schüler als auch Lehrer mit einem Tablet-PC ausgestattet. Ziel war es, dass das Tablet rund um die Uhr zum Lernen, Üben und Weiterbilden zur Verfügung steht, um schließlich zu prüfen, ob Computer und Laptop, als nichtmobile Geräte, in Zukunft abgelöst werden können. Des Weiteren wurde untersucht, ob die Nutzung eines Tablets sich auch auf das jeweilige Lernverhalten der Schüler auswirkt und ob sich daraus neue Lernmethoden entwickeln können. Hintergrund ist, dass der Umgang mit digitalen Medien mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Wer sich für das Projekt interessiert, findet Informationen unter my-pad.ch.

Vor- und Nachteile der Lernmedien Buch und Tablet
Auch wenn die ersten Projekte mit Tablets in verschiedenen Schulen positiv bewertet wurden, stellt sich als Schüler dennoch die Frage, ob das Lernen mit einem Tablet wirklich leichter wird oder ob nicht doch das klassische Buch zu bevorzugen ist. Hierfür werden folglich einige wichtige Aspekte genannt, die Schüler interessieren dürften.


Pro klassisches Buch:

  • Das klassische Lernen mit dem Buch hat Tradition und jeder weiß und lernt frühzeitig, wie damit umzugehen ist. Ein großer Vorteil liegt einfach darin, dass Bücher chronologisch aufgebaut und die Inhalte aufeinander abgestimmt sind. Meist lässt sich ein Inhaltsverzeichnis finden, welches ein schnelles Suchen der benötigten Informationen vereinfacht.
  • Ein weiterer, nicht unerheblicher Vorteil ist die Sicherheit bei Büchern. Im Internet kursieren zahlreiche Informationen, bei denen sich zum Großteil keiner sicher sein kann, ob sie wirklich der Wahrheit entsprechen. Ein Beispiel, das jeder kennt: Wikipedia. Die Artikel klingen meist sehr vertrauenswürdig, doch letztlich hat kaum jemand geprüft, ob die Fakten auch wirklich stimmen. Bei Büchern kann sich jeder Schüler sicher sein. Ein Verlag würde ein Buch mit fragwürdigen Inhalten gar nicht auf den Markt bringen.

Contra klassisches Buch:

  • Je älter ein Schüler wird, desto mehr Bücher werden für den Unterricht meist nötig. Das bedeutet aber auch mehr Gewicht, welches jeden Tag zusätzlich geschleppt werden muss. Glück hat jener, der einen Spint in der Schule besitzt.
  • Auch wenn das Lernen mit einem Buch kein Problem darstellt, da jeder weiß, wie dies vonstattengeht, ist diese Form des Lernens im Grunde veraltet. Sicherlich ist der Umgang mit Literatur wichtig, gerade wenn später studiert werden will, dennoch spielen in einer digitalen Welt Aspekte wie das richtige Selektieren von Internetinformationen und das Einschätzen dieser für die Zukunft eine weitaus größere Rolle. Als Schüler wird es zunehmend wichtiger, selbst einschätzen zu können, wie am schnellsten und sichersten an eine gewünschte Information heranzukommen ist.


Pro Tablet:

  • Ein Tablet ist relativ klein, handlich und enthält im Grunde alle notwendigen Informationen und Tools, die in der Schule benötigt werden. Demnach sind weniger Utensilien für den Schulalltag notwendig, was den Schulranzen um einiges angenehmer auf dem Rücken machen dürfte.
  • Weitere entscheidende Vorteile liegen auch in der Schnelligkeit der Informationsbeschaffung sowie in der Abwechslung beim Lernen. Durch den Zugang zum Internet lassen sich Informationen nach bestimmten Stichworten schnell finden, so dass beim Lernen und im Unterricht der Fokus mehr auf den Inhalt statt auf die Suche nach Informationen gelegt werden kann. Mit dem Tablet ergeben sich des Weiteren neue Lernmethoden, die je nach Tool oder App ein zunehmend spielerisches Lernen möglich machen. Was natürlich mehr Spaß macht, als stupides Vokabeln pauken oder Lesen.

Contra Tablet:

  • Damit das Tablet auch allumfassend genutzt werden kann, müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein: Das Internet muss in der Schule und auch zu Hause bestmöglich funktionieren, die Schule sollte allen Schülern ein Tablet zur Verfügung stellen können, die Tablets sollten über viele Tools und Apps verfügen und, was für die Eltern besonders wichtig sein dürfte, das Tablet sollte umfassenden Datenschutz gewährleisten.
  • Auch wenn im ersten Moment kein Schüler darüber böse wäre, ist ein technischer Ausfall eines Tablets in der Schule oder beim Lernen sehr ärgerlich. Es reicht im Grunde, dass das W-LAN nicht funktioniert oder in einem schlimmeren Fall, das Gerät kaputt geht.

Fazit
Insgesamt wird es wohl definitiv einen Umbruch in den Schulen geben, was die Nutzung von digitalen Medien betrifft. Ob Bücher dann gänzlich verschwinden, ist allerdings fraglich. Vermutlich würde sich aber die Anzahl der genutzten Bücher erheblich reduzieren. Wer sich nun aber fragt, was dann mit den alten Büchern passiert, die meist nicht günstig in der Anschaffung waren, hat im Grunde mehrere Möglichkeiten, damit die Bücher nicht sinnlos im Regal stehen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden auch in Zukunft nicht alle Schulen über ausreichend Tablets verfügen können, so dass sich jene Schulen über ausrangierte Schulbücher freuen würden. Es ist allerdings sogar möglich, das Taschengeld etwas aufzubessern, indem die Bücher beispielsweise auf einem Flohmarkt verkauft werden. Das funktioniert im Übrigen auch im Internet, hier gibt es Seiten wie momox, die gebrauchte Bücher für etwas Geld nehmen. Wichtig ist, dass diese in einem guten Zustand sind. Es ist also ratsam, nicht in die Bücher zu schreiben oder Abschnitte zu markieren.

Bildquellen:
Bild 1: Pixabay.com © PublicDomainPictures
Bild 2: Commons.wikimedia.org © W.J.Pilsak (CC BY-SA 3.0)
Bild 2: Commons.wikimedia.org © Bin im Garten (CC BY-SA 3.0)


23. Juni 2014

Eine neue Sprache zu erlernen, fällt dem einen leicht, dem anderen allerdings eher schwer. In der Schule haben viele Schüler gerade in Fächern wie Englisch oder Spanisch deshalb große Probleme, dem Unterrichtsstoff folgen zu können. Dabei können innerhalb des Lernens einer Sprache ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. So fällt es dem einen leichter, die Grammatik zu verstehen und anzuwenden, ein anderer Schüler hingegen kann sich besser Vokabeln merken. Beide Aspekte sind allerdings gleichermaßen wichtig. Sollte ernsthaft der Wunsch bestehen, eine Sprache fließend oder zumindest gut sprechen zu können, reicht meist das Erlernte im Unterricht nicht aus. In diesem Fall und auch um bessere Noten im Unterricht zu erhalten, können außerhalb der Schule verschiedene Methoden Verwendung finden:

1. Nachhilfeunterricht
Hierbei handelt es sich nicht um den Nachhilfeunterricht, der selbst in Anspruch genommen wird. Der Schüler selbst gibt anderen Mitschülern oder auch Kindern aus jüngeren Klassenstufen Nachhilfe in der jeweiligen Sprache. Sicherlich sollte hierbei bereits ein gewisses Maß an Verständnis sowie Wissen vorliegen. Das Schulen anderer schafft bei richtiger Vorbereitung aber für einen selbst eine solide Basis in Bezug auf Grammatik und Vokabular. Schließlich lernt nicht nur der Nachhilfeschüler, sondern auch der Nachhilfelehrer dazu.

2. Birkenbihl-Methode
Vera Birkenbihl ging es bei der Entwicklung der Methode darum, den Menschen wieder Spaß am Lernen zu ermöglichen, weshalb auch ein zentraler Aspekt das Lernen über Bilder ist, so dass lange Sätze oder Texte hier kaum zu finden sind. Auf der Webseite birkenbihl-sprachen.com wird die Methodik übersichtlich beschrieben, indem im Prinzip zwei Lernsäulen, die wiederum jeweils aus zwei Lernmethoden bestehen, beschrieben werden:

  • Sprache verstehen:

    • „De-Kodieren“: Hier sollen die fremden Vokabeln versucht werden, wortwörtlich in die eigene Sprache zu übersetzen
    • „Aktiv Hören“: Hier sollen Texte von Muttersprachlern verfolgt werden und dabei wird der selbst übersetzte Text gelesen
  • Sprache sprechen:

    • „Passiv Hören“: Hier läuft neben einer Tätigkeit ein Fremdsprachentext. Laut Birkenbihl prägt sich die Sprache auch dann ein.
    • „Aktivitäten“: Sprache bei Unternehmungen praktisch anwenden, beispielsweise durch eine Sprachreise.

3. Film und Fernsehen
Hierzu gehört sicherlich viel Selbstdisziplin, denn gerade dann, wenn die Sprachkenntnisse noch nicht so gut ausgeprägt sind, kann das Umschalten in die eigene Muttersprache sehr verlockend sein. Deshalb empfiehlt sich die Erstellung eines kleinen Planes, denn es muss nicht gleich zu Beginn die Lieblingskrimiserie sein, die Hauptdarsteller mit starkem texanischem Akzent hat. Hilfreich könnte folgende Vorgehensweise am Beispiel der Sprache Englisch sein:

(1) Einfachen Trickfilm auf Englisch mit deutschem Untertitel schauen.
(2) Danach gleichen Trickfilm auf Englisch ohne deutschen Untertitel schauen.
(3) Einfache Komödie auf Englisch mit deutschem Untertitel schauen.
(4) Danach gleiche Komödie auf Englisch ohne deutschem Untertitel schauen.
(5) Anspruchsvolleren Film auf Englisch mit deutschem Untertitel schauen.
(6) Danach gleichen Film auf Englisch ohne deutschem Untertitel schauen.
(7) Usw.

Im Grunde könnte die Aufzählung stets so weiter gehen. Wichtig ist den Anspruch jeweils zu erhöhen. Natürlich ist es auch denkbar, sollte der Lerneffekt nicht so schnell eintreffen wie gewünscht, mehrere Wiederholungen vorzunehmen, oder aber mehrere Filme oder Serien auf dem etwa gleichen Niveau zu schauen.

4. Online-Sprachkurse
Ein Lernfeld, das nicht nur zu Hause genutzt wird, sondern auch immer mehr in Schulen Anklang findet – die Möglichkeit, im Internet Sprachen zu lernen. Die Vorteile sind, dass die Kosten recht günstig sind und vor allem verschiedene mediale Instrumente wie Text, Bilder oder auch Videos zum Lernen zur Verfügung stehen. Ein ebenfalls zu erwähnender Aspekt ist, dass das Lernen individuell, nach eigenen Zeitvorgaben erfolgen kann. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die selbst unterschiedliche Methoden anwenden. Zu nennen sei hier beispielsweise Papagei.com, dem drei Aspekte beim Sprachenlernen wichtig sind: Die Lernenden sollen in ein fremdsprachliches Umfeld hinein versetzt werden, durch Aufgaben soll Interaktivität gefördert werden und anhand von Lernvideos soll sich das Gefühl für die Sprache verbessern. Dadurch, dass die meisten Online-Sprachkurse nicht kostenfrei sind, sollte die Motivation zumindest stärker sein als beim Selbststudium. Viele Online-Sprachkurse gibt es mittlerweile als Apps.

5. Sprachreisen
Sie sind und bleiben die zum einen klassischste aber gleichzeitig auch die effektivste Art und Weise, eine Sprache zu erlernen. Selbst wenn zu Beginn fast gar keine Sprachkenntnisse vorliegen, der Anfang dadurch schwer ist, lernen die meisten doch recht schnell im Gegensatz zum Schulsystem. Neben der Sprache sind aber wohl die gewonnenen Eindrücke vom neuen Land, von den Menschen und den Ausflügen unersetzlich. Großes Manko: Die Kosten. Je nachdem, kann so eine Reise locker an die tausend Euro kosten. Es empfiehlt sich bei der eigenen Schule nachzufragen, ob es Austauschprogramme, Partnerschulen in anderen Ländern oder andere günstige Möglichkeiten gibt.

Insgesamt sollte jeder für sich selbst entscheiden, welche Lernmethode ihm am meisten liegt. Wichtig ist, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Notfalls hilft sicherlich auch ein Gespräch mit dem jeweiligen Englisch- oder anderem Sprachenlehrer, dieser kann oftmals objektiv einschätzen, was für einen die beste Variante ist.

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