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Geschichte: B.i.d.K. 47 - Constant fidelty


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 B.i.d.K. 47 - Constant fidelty
Buch:
  Bekehrung in der Kirche
Autor:
 Karakoff (Profil)
Datum:
 01.01.2017 20:43

Er konnte nicht anders.
Die Kiefer aufeinander gepresst, dass es schmerzte, musste Kunze nun doch hinsehen.
Sein Atem ging stoßweise und schnaufend.
Dort, im Raum unter ihm, lag Fatman.
Er hatte es die ganze Zeit gespürt!
Es war, als habe der Schleier dieses Unheils ihn verfolgt, seit er erfahren hatte, dass Fatman von dem Foto wusste.
Die Handgelenke mit metallenen Schlingen am Zahnarztstuhl fixiert, lächelte er zu den zwei Soldaten hinüber, die sich von oben nur als zwei undeutliche Schemen ausmachen ließen.
„Oh mein Gott!“, stieß der Geschäftsmann aus und schlug sich gleich darauf entsetzt mit der Hand vor den Mund.
Doch zum Glück schien ihn niemand gehört zu haben.
Sein Bauch verknotete sich zu eine unentwirrbaren Knäul.
Er wandte sich ab und unterdrückte ein Würgen.
Ihm wurde unangenehm klar, in was für einer Gefahr er sich befand.
Fatman wusste es!
Er war dumm gewesen, als er das Bild einfach hatte fallen lassen. Es musste ja irgendwann gefunden werden!
Verbissen drückte er sich weiter die Wand entlang. Unterdessen ging das Gespräch in der Folterkammer weiter. Er versuchte es auszublenden und konnte es dennoch nicht vermeiden, hinzuhören.
„So. You are the stone of knowledge?“, fragte Steef mit einer Ernsthaftigkeit, die Fatman ein hysterisches Kichern entlockte.
„Sometimes. Hä hä“, gab er zurück.
Joe seufzte resigniert, sagte aber nichts.
„You can tell us something we have to know. There was a picture. A picture of a terrorist. Can you tell us how he looked?“
„Why?“, kam es heiter zurück.
Kunze war auf der anderen Seite angelangt und er wusste, dass es sich anriet, sofort weiterzulaufen, doch er konnte es nicht.
Seine Beine waren im Boden festgewachsen, seine Muskeln reglos wie aus Marmor. So blieb er, wenn auch nicht ganz freiwillig, um zu lauschen. Den Blick hatte er zur Decke gewandt, damit er wenigstens nicht mit ansehen musste, wie Fatman ihn verriet.
„Come on! Little pig!“, knurrte Joe gereizt.
„No. I want to know why!“, erwiderte Kunzes ehemaliger Freund und Begleiter.
„Calm down Joe“, bat Steef ruhig und wandte sich dann an Fatman.
„Listen. The picture is very essential to us but we have lost it. The man could be a terrorist and we don´t want to ask for it again because the operatives should not know it is missing. We can not afford this! The disgrace would be too big. Do you understand?“
„Well… Yes. Of course!“, antwortete Fatman, noch immer gut gelaunt.
„See?“, triumphierte Steef.
„Yes. Go on. Hurry!“, grummelte Joe ungehalten.
„Do you know the person on the picture?“
„Maybe.“
„Who is it?“
„Come on!“
„Tell us please!“
„Hurry you asshole!“
„Shut up Joe! I think I understand why he is quiet. Mate! Is it a friend?“
Auch Steef wurde langsam ungeduldig, riss sich jedoch wieder zusammen.
„Tell us! You do something good! This friend has no value! He is a monster!“
„Yes. A monster!“, echote Joe.
Mittlerweile sprachen sie nicht mehr ruhig, sondern schrien auf Fatman ein, der wahnsinnig lachte und vor sich hin murmelte.
Sie drohten ihm, schmeichelten ihm, ohne dass er ihnen nur die geringste Beachtung schenkte, doch plötzlich brach ein lauter Schrei durch ihr Geflehe und Geschimpfe. „No!“ Sofort war es totenstill. „Maybe he is a traitor but I´m not. I´m not a whistleblower!“
Wie vom Blitz getroffen hob Kunze den Blick von der Decke.
Das konnte doch nicht wahr sein!
Mit zitternden Knien trat er nah an die Kante des Loches heran und blickte herunter. Nun konnte er die beiden Soldaten sehen, die starr vor Überraschung am Fußende des Zahnarztstuhls standen.
Sie hatten die Münder geöffnet, um etwas zu sagen, doch es kam kein Laut über ihre Lippen. Offenbar hatten sie diese Reaktion ebenso wenig erwartet wie der Geschäftsmann.
Fatman wirkte plötzlich wieder seriös.
Er war der Fatman, der er früher einmal gewesen war und nun drehte er den Kopf ein Stück von der Lampe weg.
Auf seiner Stirn glänzte ein riesiger Bluterguss. Kunze keuchte.
Er hätte niemals gedacht, dass Fatman ihn decken würde.
Wie erstarrt stand er da, unfähig auch nur einen Finger zu rühren.
In diesem Moment sah ihm sein Freund direkt in die Augen.
Er durchbohrte Kunze mit seinem Blick und hob die Braue.
„Hau endlich ab, Kleiner“, zischte er aus dem Mundwinkel. „Bevor ich es mir noch anders überlege!“

Fortsetzung folgt...

 Re: B.i.d.K. 47 - Constant fidelty
Autor:
 nightdragon (Profil)
Datum:
 04.01.2017 21:30
Bewertung:
 

Ja! Ja! Jaaaaa!!! YAY! Wooooohooooo!! federndes Smiley Grinsen lachen

 Re: B.i.d.K. 47 - Constant fidelty
Autor:
 Nasobem (Profil)
Datum:
 07.01.2017 17:02
Bewertung:
 

Grinsen




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